
Staunen.
30.06.2026
Ich wusste gar nicht, dass mein Freund Ecki, den ich eigentlich schon 52 Jahre kenne, ein Poet ist. Neuerdings postet Ecki Gedichte, die er selbst verfasst hat. Und ich finde sie richtig klasse. Zum Beispiel dieses hier:
Manchmal steh ich neben mir. Schau mich von der Seite an und staune, wie es mir immer wieder gelingt zu staunen über Menschen, die nicht mehr staunen können.
Sie stehen morgens auf, ob hell oder noch dunkel und sie wundern sich nicht, dass es schon hell ist oder noch dunkel. Verspüren Hunger und Durst und deshalb essen und trinken sie. Gehen zur Arbeit oder auch nicht und wissen nicht, warum sie zur Arbeit gehen oder auch nicht.
Und sie machen dies oder das oder lassen jenes, ohne zu wissen, dass alles, was sie tun oder lassen, sehen oder hören, reden oder zuhören ihrer Freiheit entspringt zu tun oder zu lassen, zu sehen oder zu hören, zu reden oder zuzuhören.
Ich stehe neben mir und schau mich von der Seite an und staune, dass ich neben mir stehe und staune.
Wunderbare Gedanken von Eckhard W Eichel.
Ich wünsche ihnen einen wundervollen Tag voller Staunen.