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Ein Kommentar von Prof. Dr. Klaus-Dieter Müller
  • Von der Seele reden

Die deutsche Wirtschaft

Von der Seele reden

10.08.2026

Von der Seele reden – der Kommentar von Prof. Dr. Klaus-Dieter Müller, Politik- und Medienwissenschaftler und Vorstand der „Stiftung: Christliche Werte leben“.

Jeden Donnerstag um 20:45 Uhr im Radio und bereits vorab hier den ausführlichen Kommentar online hören. Mehr Infos zur Stiftung auf www.christlichewerteleben.de


Die deutsche Wirtschaft ist viel besser als ihr Ruf

Landauf landab wird die deutsche Wirtschaft schlecht geredet. Die Weltwirtschaft verändert sich und die deutsche Wirtschaft erlebt einen Strukturwandel. Diese Wirtschaft kann man kleinreden, aber nicht klein bekommen. Ein hoher indischer Politiker fragte mich letztes Jahr: „Ihr habt doch gar kein richtiges Land, das ist doch mehr ein Vorgarten und Menschen habt ihr auch nur 84 Millionen. Und doch steht ihr immer noch vor uns in der Weltwirtschaft. Wie geht das?“ Ja, das hat gute Gründe.

Deutsche Produkte und Dienstleistungen bedeuten nach wie vor hohe Qualität, hohe Innovationen, starke Kundenorientierung und begleitende Serviceleistungen. Da müssen die Chinesen noch lange dran arbeiten. Deutschland bleibt bei der Zahl der Patente die weltweite Nummer zwei nach den USA. Insgesamt meldeten Forscher und Forscherinnen aus der Bundesrepublik im vergangenen Jahr 25.033 Patente an. Was für leistungsfähige Unternehmen spricht, aber auch für sehr gut aufgestellte Universitäten.

Auch haben wir viele hochspezialisierte Nischenanbieter und Hidden Champions. Wir sind nicht die Nachahmer und billigen Massenproduzenten, denn bei uns werden Arbeitsnehmer/innen überwiegend gut bezahlt. Wir sind die Innovationsträger. Auch deutet diese Entwicklung darauf hin, dass sich oft die Richtigen selbstständig machen. Die Entwicklung zeigt sich zudem an den Rekordzahlen von Start-ups. 3.568 Start-ups wurden 2025 neu gegründet - so viele wie noch nie in einem Jahr. Besonders in den Branchen Software, Medizin und Lebensmittel nehme die Gründungsdynamik spürbar zu, berichtete der Start-up-Verband,

Das Institut der Deutschen Wirtschaft ermittelte, dass sich der deutsche Anteil am weltweiten Export in rund 180 von 5.300 Warengruppen auf mindestens 30 Prozent beläuft - darunter Medikamente, chemische Halbstoffe oder optische Mikroskope. Bei einigen Schmerzmitteln liegt der Anteil der deutschen Wirtschaft sogar bei über 90 Prozent.

Durch den unberechenbaren Donald Trump muss sich die deutsche Wirtschaft geopolitisch neu ausrichten. Ohne ein solches Trampeltier an der Spitze der USA hätten wir uns sicher weiter komplett an den USA ausgerichtet. So birgt selbst diese unsägliche Trump-Administration neue Chancen. Um neue Märkte für die exportorientierten Unternehmen in Deutschland zu erschließen, reist die Bundesregierung derzeit durch die Welt und schließt Verträge mit vielen Ländern, wie Kanada, Indien, in Südostasien und in der Golfregion.

Der Klimawandel bedroht die Grundlagen unseres Wohlstands. Nur eine nachhaltige Wirtschaft wird zukunftsfähig sein. Mit ihren energie- und rohstoffeffizienten, schadstoffarmen Technologien nehmen sie bereits heute eine internationale Spitzenstellung ein.

Lassen Sie sich bitte nicht von den vielen negativen Wichtigtuern ins Boxhorn jagen. Das Wenigste, das Sie im Internet lesen können, entspricht den tatsächlichen Gegebenheiten. Ich wünsche Ihnen eine positive Woche mit möglichst vielen guten Nachrichten.



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